Träumen mit den Beinen

Madame tanzt gerne. Weil Musik eine tolle Sache ist. Weil gute Musik auf magische Weise direkt in die Beine fließt. Und vielleicht ein bisschen aus Eitelkeit, weil Tanzen neben Eiskunstlauf die einzige Sportart ist, bei der man elegant aussehen kann.

Monsieur hingegen findet Tanzen eher so lala. Madame versucht seit Jahren, ihn von einem gemeinsamen Tanzkurs zu überzeugen. Weil Tanzen so toll ist. Und eine außergewöhnliche Paarerfahrung. Aber Monsieur findet seit Jahren immer wieder Argumente, warum ein Tanzkurs jetzt gerade nicht geht. Wegen verschiedenen Städten. Wegen Studium. Wegen Schreiben. Inzwischen sind ihm die Argumente ausgegangen und die Beziehung vertraut genug, dass er offen sagen kann: Ich habe einfach keine Lust dazu.

Na gut, sagt Madame, dann tanze ich eben mit jemandem anderen. Prima, sagt Monsieur, hab Spaß, ich freue mich, wenn ich nicht herhalten muss. Also sucht sich Madame einen anderen Tänzer. Und hat heute Abend zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder so richtig das Tanzbein geschwungen. Jetzt sind die Füße geschwollen, im Kopf wirbelt es vor bunten Eindrücken, neu gelernten alten Schrittfolgen. Und Madame ist glücklich.

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Hallo, neues Jahr

Grundsätzlich bin ich ja ein großer Weihnachtsfan. Aber in Nürnberg, dessen Christkindlsmarkt aus mir unbegreiflichen Gründen weltberühmt ist, bedeutet Weihnachten beziehungsweise Adventszeit auch, dass die Stadt über Wochen hinweg überlaufen ist und dass der Hauptmarkt, der sonst ein schöner Stadtmittelpunkt mit Wochenmarkt ist, quasi nicht mehr betreten werden kann, wenn man keine Lust auf Menschenmassen, überteuertes Essen, angetrunkene Touristen und Taschendiebe hat. Umso schöner war es gestern Nachmittag, endlich wieder über den großen, freien Platz zu schlendern, die herausblitzenden Sonnenstrahlen zu genießen und mich des Lebens zu freuen. Hallo, neues Jahr.

Cabourg, mon amour – Cinquième jour

Am fünften Tag starten wir Richtung Deauville, was laut Reiseführer ein eher teurer Ort mit hoher Promi-Dichte sein soll – wir wollen uns das gerne mal anschauen. Allerdings hat auch dieser Ort wieder extrem hohe Ähnlichkeit mit allen Küstenorten der letzten Tage, so dass wir eigentlich schon wieder gehen wollen, als wir an einem Flohmarkt vorbeikommen und beschließen, darüber zu schlendern. Wir verlieben uns beide spontan in ein wunderhübsches schulterfreies, altrosanes Lederkleid und überlegen schon, es einfach zu kaufen – eine von uns würde mit Sicherheit hineinpassen -, doch der Preis übersteigt unser Budget leider mehr als deutlich, so dass das Lederkleid weiter am Flohmarktstand hängen bleibt. Es scheint sich grundsätzlich um einen Flohmarkt mit sehr hohem Preisniveau zu handeln, aber da uns außer dem Kleid ohnehin nichts weiter interessiert, ist das nicht so tragisch und wir verlassen Deauville recht bald wieder.

Unsere nächste Station ist Cabourg, das Marcel Proust viele Sommer lang besuchte und das er als Balbec in seiner Recherche Du Temps Perdu verewigte. Da verwundert es auch nicht, dass man kaum durch die Stadt kommt, ohne ein Porträt von Proust, eine Gasse mit seinem Namen, einen Stein mit einem Zitat von ihm zu bemerken. Vor allem im Grand-Hotel, in dem er immer abstieg und das heute natürlich wahnsinnig teuer und luxuriös ist, aber durch dessen Lobby wir immerhin mal hindurchspazieren, gibt es auf engstem Raum Portrait, Zitate und das Schild zum „Salle M. Proust“.

Auf der Rückseite des Grand-Hotels ist auch gleich das Meer. Und zum ersten Mal während unserer Reise finden wir nicht nur einen Strand, sondern sogar einen Sandstrand! Eigentlich wollten wir nur unser Frühstücksgebäck vom hiesigen Bäcker mit Meerblick verzehren, aber bei diesen Aussichten – Sand und reichlich Sonne – beschließen wir, doch noch mal zum Auto zu laufen und mit Badesachen wiederzukommen. Wir verbringen mehrere Stunden im Meer und in der Sonne, sind danach leider ziemlich gerötet, aber das war es wert. Zum Abschluss gönnen wir uns noch Galettes in einer Crèperie in der Nähe und machen uns dann auf die Weiterfahrt: Langsam müssen wir schon wieder an die Heimreise denken, verabschieden uns wehmütig vom Atlantik und starten nach Rouen.

Unser Hotel in Rouen ist nicht nur schwierig zu finden, sondern auch ansonsten eher medium statt wow, aber da wir nur eine Nacht hier sind, ist das nicht weiter relevant. Wir pflegen unsere Sonnenbrände (doch heftiger als erwartet), aber am späteren Abend wollen wir doch noch einmal raus und die Stadt erkunden. Das Hotel liegt südlich der Seine in einem nicht ganz so schönen Viertel, aber es gibt immerhin auch hier eine schöne kleine Crèperie, in der wir ein kleines süßes Abendessen zu uns nehmen und den Cidre dazu irritierenderweise in Tassen eingeschenkt bekommen – aber egal, er schmeckt auch daraus vorzüglich. Danach laufen wir noch bis in die Altstadt, über die Seine und an vielen kleinen Bistros und großen Kirchen vorbei. Die Stadt hat einen eigentümlichen Charme, es gefällt mir gut hier.

Bambus, Schotter, Bäume – Troisième jour

Zu Beginn unseres dritten Roadtrip-Tags stand das hausgemachte Frühstück in unserer kleinen Pension an. Pünktlich um neun Uhr, das war unserem Vermieter sehr wichtig, sollten wir uns im Wohnzimmer einfinden. Gesagt, getan. Der Esstisch, ein Modell für etwa acht bis zehn Personen, war bis zur letzten Ecke mit Essen gefüllt: Außer Brot, Brötchen, hausgemachter Butter, ungefähr acht Sorten hausgemachter Marmeladen und potentiell hausgemachtem Joghurt gab es sage und schreibe fünf verschiedene Kuchen plus Brioche – für vier Personen. Außerdem noch eine crème caramel und einen selbst gemachten Apfelsaft für jeden. Wir und das französische Ehepaar aus dem Nachbarzimmer aßen also, was das Zeug hielt, und bekamen nach leichten Anfangsschwierigkeiten sogar eine einigermaßen flüssige Konversation hin, in deren Verlauf wir nicht nur lernten, dass diese Art von Frühstück sehr „exceptionel“ und definitiv umfangreicher als das typische französische Frühstück war, sondern auch noch Tipps für unsere weitere Reise bekamen.

Schließlich machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Etappenziel Étretat, das auch von den Franzosen für gut befunden wurde. Auf dem Weg dorthin fuhren wir auf ihre Empfehlung hin noch durch Veules-les-roses, das vor ein paar Jahren zum schönsten Dorf Frankreichs gekürt worden sei. Leider war Veules-les-roses, vielleicht auch deshalb, von Menschen überrannt, weshalb wir uns zügig auf den Weiterweg machten. In Étretat gestaltete sich zwar die Parkplatzsuche ebenfalls schwierig, aber die Technik „ich fahre einem anderen Auto mit einheimischen Kennzeichen, das offensichtlich ebenfalls einen Parkplatz sucht, hinterher“ funktionierte erstaunlich gut und leitete uns zu einem sehr versteckten, leeren Parkplatz nur wenige Gehminuten vom Strand. Perfekt!

In der Stadt bummelten wir erst einmal etwas durch die sehr touristisch geprägten Geschäfte, kauften Postkarten und machten uns dann auf den Weg zu den Steilklippen. Einige Stufen später konnten wir auch schon einen wirklich fabelhaft schönen Ausblick genießen. Zum Postkartenschreiben setzten wir uns dann aber doch wieder an den Strand, an dem man sich auf den großen Kieselsteinen zwar erst mal eine gemütliche Sitzmulde schaffen musste, dann aber doch gut die Sonne genießen konnte. Wir versuchten es auch mit dem Wasser; allerdings war das hier noch kälter als am Vortagesstrand, so dass es bei nassen Füßen blieb. Die sehr großen, etwas gruseligen Möwen und ein leichtes Hüngerchen vertrieben uns schließlich von diesem Ort und wir beschlossen, erst einmal unsere nächste Unterkunft zu suchen und einzuchecken, bevor wir uns etwas zu essen organisieren würden.

Den Ort unserer Unterkunft, die den klingenden Namen „Croissant de Lune“ trug (wirklich! Hab ich mir nicht ausgedacht!), fanden wir schnell. Das Haus zu finden, war schwieriger: Das hatten wir schon befürchtet, als eine lange, französische SMS der Besitzerin mit einer Wegbeschreibung kam. Leider verstand ich nicht alles so genau, nur: wir müssten rechts abbiegen, wo es viel Bambus gäbe; der Weg wäre geschottert; und es gäbe gerade Baumfällarbeiten. Also suchten wir das ganze Dorf nach Bambus ab und fanden erst nach längerer Zeit die sehr versteckte, geschotterte Auffahrt am äußersten Rand des Ortes. Die langwierige Suche war allerdings schnell vergessen, da die Besitzerin äußerst liebenswert, das Zimmer geräumig und gemütlich und die Lage herrlich ruhig war.

Blieb nur noch die inzwischen relativ dringliche Essensfrage. Im Ort selbst, worauf wir gehofft hatten, gab es keinerlei Gastronomie, also fuhren wir aufs Geratewohl geradeaus und landeten bald in einem etwas größeren Ort, in dem das nächstbeste Lokal mit Pizza und Kebap warb. Wir bestellten Kebap in der Erwartung etwas Dönerähnlichens; dass wir die beiden Kebaps allerdings erst 15 Minuten später abholen sollten, verwunderte uns schon etwas. Also nutzten wir die Zeit, um im nahegelegenen Supermarkt die obligatorische Flasche Cidre zu besorgen, holten die Kebaps ab und machten es uns kurz später auf der Hotelterrasse gemütlich. Unser Essen überraschte uns aufs Positivste: Das Kebap hatte mit einem Döner lediglich gemeinsam, dass es sich um Teigtaschen gefüllt mit Fleisch und Gemüse handelte. Aber die Taschen waren größer, das Fleisch krosser, das Gemüse vielfältiger und die Sauce leckerer, so dass auch dieser Abend für uns satt und zufrieden zu Ende ging.

Roadtrip! – Prèmier jour

Monsieur wollte gerne alleine in den Urlaub fahren. Die Reise, die ich eigentlich geplant hatte, musste aufgrund äußerer Umstände leider ausfallen. Also haben eine gute Freundin und ich sehr spontan beschlossen, den „ROADTRIP!“ nach Frankreich, über den wir schon so lange sagten, wie müssten ihn mal machen, auch wirklich zu unternehmen. Eine Herausforderung für mich: nicht planen, nichts vorher buchen, nicht wissen, wohin, weshalb ich beim Packen leicht eskalierte und das Auto bis an den Rand vollpackte: warme Sachen, Badesachen, Picknicksachen, Campingsachen und so weiter. Derart ausgerüstet konnte es also heute Morgen losgehen. 

Wir wollen gerne ans Meer, aber das ist nicht an einem Tag zu schaffen. Also fahren wir so weit wir kommen und freuen uns irre, als wir die Grenze überqueren (nicht nur, aber auch, weil wir damit die traurige Gegend, in der wir vor der Grenze Mittagspause machten und in der es nur triste Orte ohne Menschen, dafür mit massig AfD-Plakaten gab, hinter uns ließen). Wir meistern die erste Hürde Mautautomat semi-elegant (unser beider erstes Mal Frankreich mit dem Auto) und landen letztendlich in Verdun. Ein Ort, den ich bislang nur als schrecklichen Kriegsschauplatz abgespeichert hatte; das war es zweifellos und das lässt die Stadt den Besucher auch nicht vergessen, aber es ist eben auch ein wunderschönes Städtchen mit kleiner Flaniermeile an einem Fluss, dessen Name den deutschen Touristen zu sehr schlechten flachen Witzen einlädt (La Meuse), mit leckeren Restaurants und einer abendlichen Illumination, die alles noch hübscher wirken lässt. Vielleicht ist es auch nur die Urlaubseuphorie, aber wir sind an unserem ersten Abend in Frankreich sehr glücklich.

Ansichtssache

Vor einer Weile kam ich schlecht gelaunt, unlustig und überhaupt einfach nicht gut drauf in die Arbeit. Ein Raum, in dem ein Teil meiner Arbeit stattfindet und den Kollegen aus verschiedenen Abteilungen nutzen, war vollgestellt mit allerlei Kram, der am Tag davor noch nicht dort stand. Ich war davon genervt und begrüßte eine Kollegin, die kurz nach mir ankam, mit einem „Oooh, das ist alles wieder so voll hier“ – in der Erwartungshaltung, sie würde in mein Lamento einstimmen. Stattdessen lächelte sie mich an und sagte: „Ach, wir schaffen das trotzdem, meinst du nicht?“

Manchmal ist es einfach eine Frage der Betrachtungsweise. Schaue ich das an, was mich nervt, suche ich danach, was andere vielleicht falsch gemacht haben, oder mache ich einfach das Beste aus dem, was mir zur Verfügung steht? Manchmal braucht es einen anderen Menschen, der einen aus einer eingefahrenen Haltung oder auch nur einer schlechten Stimmung herausschubst. Jener Kollegin bin ich jedenfalls sehr dankbar für ihren kleinen feinen Satz, der mich daran erinnert hat, dass ich ein äußerst glücklicher Mensch bin, wenn mein größtes Problem ein paar herumstehende Dinge sind.

Abwarten und Tee trinken

Ich glaube, es ist ein Problem meiner Generation, dass wir nicht ertragen können, wenn etwas schief läuft. Dass wir, wenn andere Menschen anders denken und fühlen und handeln als wir das tun oder möchten, lieber schnell beschließen, dass das mit diesen Menschen eben nicht hat sollen sein und einen Schlussstrich ziehen, einen lauten oder einen leisen, anstatt eine Weile abzuwarten. Seid glücklich!, das haben wir von unseren Eltern mitbekommen, Geht euren eigenen Weg!, und das ist ja auch schon ein Fortschritt gegenüber einem So war es aber schon immer! oder einem Nein, sonst reden die Leute!. Aber Glück, das ist eine schwierige Sache, es gibt die kurzen Glücksmomente, die aufblitzen und dann wieder verschwinden und es gibt das tiefe Glück, von dem man erst merkt, dass man es hatte, wenn es nicht mehr da, ergo es zu spät ist. Und der eigene Weg – natürlich ist es gut und wichtig, nicht nur die ausgetretenen Pfade zu nehmen, aber wenn man immer alleine durchs Dickicht stapft, um ganz sicher den ganz eigenen Weg zu schaffen, ist das auf Dauer auch eine recht einsame Geschichte.

Jetzt ist es doch so: Wenn ein Job doof ist, wird gekündigt und ein neuer gesucht. Wenn die Stadt nicht passt, zieht man eben um. Wenn die Beziehung kriselt, wird sich lieber zeitig getrennt, dann war es wohl doch nicht der Richtige und von neuem kann Ausschau nach dem weißen Pferd samt Reiter gehalten werden. Aber Menschen sind nicht statisch, sie verändern sich, sie machen Fehler, manchmal richtig blöde, manche sehen sie ein und andere nicht, ihre Wünsche und Erwartungen und Prioritäten ändern sich, sie haben gute und mittlere und schlechte Phasen, es gibt Hochgefühle und Euphorie und an einem anderen Tag einen Tatendrang, der gerade mal bis aufs Sofa vor den Fernseher reicht. Die Kunst ist, zu unterscheiden, wo Menschen sich dauerhaft in zwei verschiedene Richtungen entwickeln und wo einer vielleicht nur einen kleinen Umweg macht. Um das herauszufinden, muss man eben manchmal eine Weile abwarten und akzeptieren, dass jetzt gerade eine nur so mittelmäßige Zeit ist, im festen Glauben daran, dass es auch wieder besser wird. Dieses Abwarten und Akzeptieren, so scheint mir, schaffen nicht viele aus der Y-Generation. Aber ob das Glück zuverlässiger kommt, wenn man ihm von hier nach dort hinterherhüpft, das wage ich zu bezweifeln.

(Gedanken, angeregt durch das sehr sehenswerte „Alle lieben George“ von Alan Ayckbourn am Nürnberger Staatstheater. Drei Paare mittleren Alters, scheinbar geordnete Kleinstadtverhältnisse; ein Freund, der durch einen Ausnahmezustand alle Beziehungen durcheinander wirbelt und alles Brodelnde an die Oberfläche bringt. Sechs Personen, die ertragen, dass der Mensch an ihrer Seite Dinge tut, die sie nicht nachvollziehen können, die sie vielleicht sogar verletzen. Drei Paare, bei denen am Ende sicher nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, die aber auf einem guten Weg zu sein scheinen.)

Sehnsuchtsfenster

Ich weiß nicht, warum mich gerade dieses Fenster so magisch anzieht. Liegt es an der Aussicht, die doch nur normales Stadtgeschehen zeigt, eine Kreuzung, eine Eisenbahnbrücke, einen kleinen Platz mit ein paar Bäumen? Liegt es an dem extrabreiten Fensterbrett, das dazu einlädt, sich darauf zu stützen, zu setzen, zu knien? Ist es der Fliegengitterrahmen, der nur hauchdünn ist, mir besten Durchblick gewährt und trotzdem eine feste Barriere zwischen mir und der Welt ist?

Den Raum, in dem sich das Fenster befindet, betrete ich nicht allzu häufig. Aber stets führt mich der erste Gang zum Fenster. Ich blicke melancholisch auf leere Äste im Bindfadenregen. Ich drücke mir die Nase platt, wenn winterliche Schneeflocken tänzeln. An den ersten Frühlingstagen öffne ich das Fenster sperrangelweit und lasse die klare Luft in meine Lungen strömen. Wenn es draußen warm geworden ist, setze ich mich auch mal in das offene Fenster, den Rücken links angelehnt, die Füße rechts aufgestützt. Eigentlich ziemlich unbequem, aber ich liebe es, nach draußen zu schauen, Sommerluft zu atmen, gleichzeitig Teil und Beobachterin zu sein. Unter mir laufen Menschen vorbei, die meisten von ihnen sehen mich nicht. Einmal entdeckte mich ein Kind, ich winkte dem kleinen Jungen und er winkte zurück. Alltag, Banalität, aber auch: drei Sekunden Glück.