Turbulente Ruhe

Es ist jetzt einen guten Monat her, dass mein Studium auch ganz offiziell abgeschlossen ist und ich damit theoretisch das erste Mal seit sechseinhalb Jahren keine Verpflichtungen mehr habe, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme. Das ist nach wie vor ein verrücktes Gefühl, denn ich kann schlecht damit umgehen und neige dazu, unproduktiv vor Facebook oder in mich wütend machenden Kommentarspalten zu versacken. Deshalb habe ich mir selbst ein paar Aufgaben gestellt: Ein großes Ziel ist es, mit dem Studienabschluss einen neuen Job zu finden. Dafür schreibe ich nun fleißig Bewerbungen (verbringe aber auch unnötig viel Zeit auf Xing und Co); möchte meine Photoshop-Kenntnisse auffrischen und ausbauen; trotz des Suchtpotentials mehr auf Instagram und Twitter aktiv werden, da viele für mich interessante Jobs Social-Media-Kenntnisse voraussetzen; und dann habe ich spontan auch noch eine Rolle in einer studentischen Theaterinszenierung einer guten Freundin angenommen. Ach, und in zwei Monaten veranstaltet meine Tanzschule einen großen Ball, zu diesem Anlass will ich mir endlich mal wieder ein schönes, elegantes Kleid nähen (und entwerfen, und konstruieren). Ich merke also: Zum entspannten Nichtstun bin ich nicht geboren.

Was lange währt…

Ich hatte diesen Blog vor langer langer Zeit ja eigentlich wegen meines Studiums erstellt. Es sollte eine Art Hilfestellung sein, eine selbst geschaffene Öffentlichkeit, die dafür sorgen sollte, dass mir ein Studienabbruch so unangenehm wäre, dass ich das Studium auf jeden Fall durchzöge. Nun ist das Studium in den letzten Jahren im Blog ziemlich ins Abseits geraten; das „Lernen“ im Titel spielte höchstens indirekt noch eine Rolle. Umso mehr freue ich mich, dass ich es auch ohne virtuelle Tritte in den Allerwertesten geschafft habe, immerhin bis zu dem Punkt zu kommen, an dem mir das Prüfungsamt mein Thema für die Bachelor-Arbeit zustellt. Schreiben muss ich sie natürlich noch, und eine Prüfung kommt danach auch noch, aber so langsam nähert sich der Abschluss. Ein wirklich gutes Gefühl.

ba-thema