Ansichtssache

Vor einer Weile kam ich schlecht gelaunt, unlustig und überhaupt einfach nicht gut drauf in die Arbeit. Ein Raum, in dem ein Teil meiner Arbeit stattfindet und den Kollegen aus verschiedenen Abteilungen nutzen, war vollgestellt mit allerlei Kram, der am Tag davor noch nicht dort stand. Ich war davon genervt und begrüßte eine Kollegin, die kurz nach mir ankam, mit einem „Oooh, das ist alles wieder so voll hier“ – in der Erwartungshaltung, sie würde in mein Lamento einstimmen. Stattdessen lächelte sie mich an und sagte: „Ach, wir schaffen das trotzdem, meinst du nicht?“

Manchmal ist es einfach eine Frage der Betrachtungsweise. Schaue ich das an, was mich nervt, suche ich danach, was andere vielleicht falsch gemacht haben, oder mache ich einfach das Beste aus dem, was mir zur Verfügung steht? Manchmal braucht es einen anderen Menschen, der einen aus einer eingefahrenen Haltung oder auch nur einer schlechten Stimmung herausschubst. Jener Kollegin bin ich jedenfalls sehr dankbar für ihren kleinen feinen Satz, der mich daran erinnert hat, dass ich ein äußerst glücklicher Mensch bin, wenn mein größtes Problem ein paar herumstehende Dinge sind.

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