Zuhause

Heimat ist da, wo du kein Navi brauchst. Dachte ich mir vorhin bei der Besuchsrunde in der Gegend, in der ich immerhin über zehn Jahre verbrachte. In den Dörfchen kenne ich mich immer noch aus. 

Jetzt sitze ich in der Wohnung von Monsieur, die schon eine Weile leer steht und die er bald aufgeben wird zwecks endgültigem Zusammenziehen, in der ich heute aber übernachte, weil ich mich in der Nähe mit alten Schulfreundinnen treffen werde. Die Wohnung riecht immer noch nach ihm. Es fühlt sich heimelig an. 

Morgen fahren wir zu meiner Mutter, darauf freue ich mich schon. Ich habe in diesem Haus dort, in diesem Ort nie gelebt, trotzdem ist es wie nach Hause kommen. 

Nach Weihnachten geht es dann wieder zurück in die Stadt, in meine eigenen sechzig Quadratmeter. Mein Zuhause. Vielleicht gibt es viele Heimaten.

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2 Kommentare zu “Zuhause

  1. Oh, Liebes, natürlich gibt es viele Heimaten! Ich brauche in keiner meiner vielen ein Navi, der Herzkompass funktioniert zuverlässig. Und manchmal schlägt er sogar blogwärts aus, wenn zuviel Zeit verstrichen ist und die Nadel suchend rotiert. Bei Dir, bei mir, egal, wir finden uns.
    Liebgrüße, Deine Käthe, zugetan.

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