Schafige Fragen

Anna von asheepishwonderland hat mich für den Liebster-Blog-Award nominiert, worüber ich mich sehr gefreut habe – dankeschön! Die Regeln dürften ja bekannt sein: Fragen beantworten, neue Fragen stellen, neue Blogger nominieren. Weil ich aber alle Blogger, die ich gerne lese, irgendwann schon einmal nominiert habe, lasse ich diesen Teil weg und beantworte einfach nur die Fragen.

1. Wenn dir heute jemand 1 Million Euro geben würde unter der Bedingung, sie innerhalb einer Woche komplett auszugeben, was würdest du damit machen?

Ich würde die Häuser abbezahlen, in denen meine Mutter und mein Vater leben. Außerdem Muttis und mein Auto. In meinem bisherigen Was-wäre-wenn-Millionengewinn-Masterplan stünde vom Rest des Geldes eigentlich eine kleine feine Eigentumswohnung für mich auf der Liste, aber dafür ist eine Woche zu knapp – dann buche ich noch einen schönen Urlaub für Monsieur und mich und verschenke den Rest an Menschen, die das Geld gut gebrauchen können.

2. Worüber hast du zuletzt richtig doll gelacht?

Über einen Beitrag aus der Was-mein-Leben-reicher-macht-Kategorie der letzten „Zeit“-Ausgabe, der in etwa so ging: „Nach minutenlangem Schluchzen und der vierten Wiederholung der Frage ‚Was möchtest du?‘ sagt unser kleiner Sohn sein erstes Wort: ‚Keks!'“

3. Dein Lieblingsbuch? Oder Film?

Hui. Ganz ganz schwierige Frage, weil ich eigentlich finde, dass das sehr tagesformabhängig ist. Notfalls könnte ich mich festnageln lassen auf „8 Frauen“, „Lachsfischen im Jemen“ oder „Wenn Träume fliegen lernen“ in Filmform, „Eat Pray Love“, „Die Brüder Löwenherz“ oder den siebten Harry-Potter-Band als Buch.

4. Hast du eine kreative Ader? Falls ja, möchtest du ein Foto deiner Werke zeigen?

Das mit der Kreativität ist so eine Sache. Ich bin kreativ, davon bin ich fest überzeugt – nur worin sich diese Kreativität bei mir am besten äußern kann, das versuche ich noch herauszufinden. Ein bisschen vielleicht hier im Blog, im Schreiben, wobei ich das Schreiben nur auf dieser sehr persönlichen Ebene kann und mag, im Literarischen fühle ich mich fremd. Außerdem in der Musik, ich singe unglaublich gern, habe großen Spaß am Tanzen und fange gerade an, mir selbst das Gitarrespielen beizubringen, vielleicht wird das ja etwas. Ansonsten nähe ich ein bisschen, lerne zur Zeit auch Stricken, ganz selten zeichne ich, gelegentlich versuche ich mich in der Fotografie. Also so wie auch in meinem restlichen Leben: Von allem ein bisschen.

5. Hast du vor, dieses Jahr etwas zu verändern?

Verändern ist vielleicht nicht das richtige Wort, sagen wir: verbessern. Dass das mit Monsieur und mir so richtig gut läuft von nun an, dass wir, da wir bald endlich in der gleichen Stadt wohnen werden, einen gemeinsamen Alltag hinkriegen, dass wir auch beide lernen, Dinge an- und auszusprechen, das wünsche ich mir für dieses Jahr.

6. Beschreibe deinen Blog in drei zwei Sätzen?

Tagebuch bis Erörterung, Ideenblitze, Momentaufnahmen, Gedankenmäandern. In veränderlichen Anteilen.

7. Wann hast du mit dem Schreiben begonnen, gab es einen “Auslöser”?

Ich kann mich an keinen konkreten Moment erinnern. Das Schreiben begleitet mich beinahe seit ich denken kann, es war einfach immer eine perfekte Möglichkeit, mich auszudrücken – in verschiedensten Formen.

8. Was inspiriert dich?

Meistens kleine, eigentlich unscheinbare Dinge, die ihre ganz eigene Schönheit in sich tragen.

9. Wen oder was bewunderst du?

Mutige, wahrhaftige Menschen. Menschen, die authentisch sind, bei denen Worte und Taten zusammenpassen. Menschen, die stark sind und trotzdem Schwäche zeigen können. Menschen, die lieben.

10. Welche Lektion hast du vom Leben gelernt?

Es geht immer weiter. Auch, wenn man das manchmal gar nicht glauben kann. Und egal wie schlimm etwas ist, drüber schlafen hilft immer. Um aus einem meiner Lieblingstheaterstücke zu zitieren: „Morgen ist ein neuer Tag. Morgen muss ein neuer Tag kommen.“

11. Zum Schluss gibt’s eine offene Frage, für alles, was du noch erzählen möchtest 🙂

Ich lerne für mein Leben gern Neues. Dinge, die noch auf der Was-ich-alles-lernen-möchte-Liste stehen: Italienisch, ordentlich Holländisch, ordentlich Portugiesisch, wieder richtig Französisch, Schwedisch, Dänisch, Klavier spielen, Gitarre spielen, moderne Internetseiten programmieren, diverse Gedichte auswendig, Aikido oder eine andere selbstverteidigungstaugliche Kampfsportart, Krapfen nach altem Oma-Rezept backen, Socken stricken, ein Pokerface behalten, perspektivisch zeichnen, richtig gut Tango tanzen. Diese Aufzählung ist selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Leider wird mein Leben wohl nicht ganz ausreichen, um all das auch wirklich hinzukriegen.

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Ein Kommentar zu “Schafige Fragen

  1. Sehr schöne Antworten. Das mit dem „Keks“ ist wirklich lustig. Du kennst wahrscheinlich das Kinderbuch Max und der Keks (Babro Lindgren-Enskog, Eva Eriksson). Das war jahrelang das Lieblingsbuch meines Sohnes. Ist sehr süß. LG

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