Weihnachtsvorbereitungen III – Weihnachtspost

Auch außerhalb der Adventszeit bin ich ein großer Fan von handgeschriebenen Karten und Briefen. Im Zeitalter der E-Mails und SMS sind sie selten geworden, aber ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ich zwischen Werbung und Rechnungen auch einen richtigen, persönlichen Brief von einem lieben Menschen aus dem Briefkasten fischen kann. Was das Schreiben angeht, bin ich ein großer Postkartenfan – ein schönes Bild, ein passender Spruch und hinten genügend Platz für eine „Ich hab gerade an dich gedacht“-Notiz mit vielen Grüßen, das geht auch mal zwischendurch. In der Vorweihnachtszeit hingegen richtet sich bei mir die meiste Post an Menschen, die eben nicht regelmäßig von mir hören, aber die mir trotzdem wichtig sind, selbst, wenn wir uns schon Jahre nicht mehr gesehen haben. Weihnachten ist dann ein guter Anlass, um ein kleines Lebenszeichen hinauszuschicken und ein „Auch wenn du weiter weg bist, ich denke an dich“. Auf meiner diesjährigen Adressatenliste stehen grob überschlagen etwa zehn Menschen; aber meistens bin ich gerade mitten im Schreiben, wenn mir einfällt, wen ich noch alles vergessen habe, wer in dieser Familienzeit einsam ist und sich sehr über eine Karte freuen würde, von wem ich schon eine Ewigkeit nichts mehr gehört habe. Und wenn dann einige Tage später bei mir ein Brief im Briefkasten liegt oder das Telefon klingelt, weil mir jemand sagt, dass ihn meine Post sehr gefreut hat, ist das der schönste Lohn.

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