Achtsamkeit

Heute geht es mir gut, so richtig gut. Dabei gäbe es genügend Dinge, die mich zu einem anderen Zeitpunkt unglaublich nerven und meine Laune damit in den Keller ziehen würden: Ich musste heute ungemütlich früh aufstehen, hatte eine blöde Schicht in der Arbeit, meine Katze ist furchtbar mäkelig mit ihrem Futter und frisst nicht, wie sie sollte, es ist Juli, aber draußen die Sintflut. Aber mein Kopf rückt andere Dinge in den Vordergrund: Als ich von der Arbeit nach Hause radelte, schien die Sonne und es war richtig angenehm draußen. Ich habe mir ein leckeres Abendessen gekocht und anschließend ein Resteverwertungsmuffinrezept erfunden, dessen Resultate gerade noch auskühlen, aber schon gut duften. Ich hörte Musik, sehr gute Musik, die in Vergessenheit geraten war und mir erst gestern wieder in den Sinn kam. Ich hatte sogar Spaß beim Abwasch! Vielleicht hängt diese positive selektive Wahrnehmung damit zusammen, dass ich seit einer Weile versuche, mein Leben achtsamer zu gestalten. Ich habe mit Yoga angefangen, ich übe zu meditieren, ich koche mehr mit frischem Gemüse und versuche, Süßigkeiten bewusster zu essen. Ich überlege mir in meiner Freizeit öfters gezielt, was ich machen möchte und nicht, was ich machen muss; erstaunlicherweise klappen Haushalt und Studium trotzdem genauso gut oder schlecht wie vorher. Meine Haut hat weniger Unreinheiten. Ich bin weniger träge und fühle mich energiegeladener. Meine Gedanken laufen seltener im Kreis. Ich bin besser im Prioritätensetzen geworden. Vielleicht ist es einfach gerade bloß eine gute Phase. Aber ich bin davon überzeugt, dass ich mit dieser neuen Fokussierung auch schlechte Phasen besser durchstehen kann. Aus jedem dornigen Ereignis wächst irgendwann eine Blüte. Und irgendwo scheint immer die Sonne.

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7 Kommentare zu “Achtsamkeit

  1. Großartig, meine Liebe. Achtsam sein, das fängt immer bei einem selber an. Im Verbund mit gut zu sich sein, sich Gutes tun. Dann kann man dies auch weitergeben. Weil immer irgendwo die Sonne scheint. Schönstwochenendwünsche, Ihre Frau Knobloch.

    • Genau darin versuche ich mich gerade, im gut zu mir selber sein und auch gut zu anderen. Wenn ich so von Ihnen lese, scheint mir, Sie haben das bereits perfektioniert. Ich dachte übrigens gerade an Sie: Ich las über die Eröffnung eines neuen Restaurants in der Stadt, „Tante Käthe“… Sonnige Grüße herzwärts, Ihre Felila.

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