Die Liste – Woche 3

1. Alleine in den Urlaub fahren, an einen Ort, an dem ich noch nie war.

2. Ein Wochenende lang nur tun, worauf ich gerade Lust habe, und nicht an Verpflichtungen denken.

3. Portugiesisch lernen.

Vor lauter sozialer Verpflichtungen habe ich es gar nicht geschafft, großartig weiter mit meinem Portugiesisch zu kommen. 413 Wörter hätte ich jetzt in meinem Wortschatz, sagt das Programm, aber an der aktuellen Vokabeleinheit hänge ich jetzt schon mehrere Tage. Trotzdem versuche ich, jeden Tag wenigstens fünf Minuten zu investieren, damit ich zumindest nichts vergesse.

4. Lesen. Ganz viel lesen, all die Bücher, die bislang unbeachtet im Regal stehen. (3 von 10)

Zeit zum Lesen war leider nicht besonders viel übrig. „Über die Revolution“ ist auch schon ganz schön schwere Kost, damit werde ich noch ein Weilchen beschäftigt sein. Dafür habe ich zwischendrin noch schnell ein kurzes E-Book („Gefährliches Talent“ von Aaron und Charlotte Elkins, ein netter Krimi für zwischendurch, aber ohne besonders ausgefallene Wendungen) verschlungen. Ja, das stand genau genommen nicht im Regal herum, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein.

5. Meine Studienbriefe nicht nur als abzuspeichernde Informationen betrachten, sondern als Einladung, in eine spannende Wissenswelt zu tauchen.

6. Freunde einladen. Besuch bekommen, Zeit mit lieben Menschen verbringen.

Besuch bei mir hatte ich nicht. Aber ich besuchte spontan eine liebe alte Bekannte, die ich schon lange nicht mehr sah und die sich sehr freute, als ich einfach so vor der Haustür stand.

7. Briefe und E-Mails schreiben. Telefonieren. Kontakte pflegen.

Zum Schreiben und Telefonieren kam ich abgesehen von einer Geburtstagskarte nicht großartig. Dafür traf ich Menschen live, das ist ja eigentlich noch viel besser.

8. Scheu überwinden und auf fremde Menschen zugehen. Den ersten Schritt machen.

Auf so richtig richtig fremde Menschen ging ich nicht zu. Dafür fühlte ich mich (beinahe wider Erwarten) sehr wohl auf einer Geburtstagsparty, auf der mir nur das Geburtstagskind selbst bekannt war, alle anderen Gäste sich aber untereinander kannten. Normalerweise mag ich solche Situationen nicht besonders, dieses Mal gab es aber wirklich gute Unterhaltungen ohne peinliche Schweigesekunden und ausschließende Gesprächskreise.

9. Etwas Verrücktes tun. Wildfremde Leute zu einem Picknick einladen. Aufs Operndach klettern und einen Freudenschrei ausstoßen. Ein Bayernticket kaufen und mich in den nächsten Zug setzen, ganz egal wo er hinfährt.

Ja… nee. Keine Zeit für geplante Verrücktheiten, und ungeplante Verrücktheiten kamen nicht vor.

10. Trinken. Flirten. Dinge nicht ernster nehmen, als sie sind. Leichtigkeit lernen.

Ohne näher ins Detail gehen zu wollen: Erledigt. Getrunken habe ich, geflirtet auch, mich ziellos durch die Stadt treiben lassen und den vorbereiteten Plan einfach ignoriert. Für meine Verhältnisse ist das Leichtigkeit pur.

Advertisements

10 Kommentare zu “Die Liste – Woche 3

  1. Grande! Eu gosto de ler. Aber an die Verrücktheiten sollten Sie sich endlich wagen, Verehrteste. Wann, wenn nicht jetzt? Im Wonnemonat. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch com um abraço.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s