Prokrastination

Heute ist Samstag und ich hatte frei. Eigentlich eine wunderbare Voraussetzung, um mal wieder etwas fürs Studium zu tun. Ich war letztes Wochenende auf einem interessanten Präsenzseminar und habe dort ganz spontan mit der Dozentin ein Hausarbeitsthema ausgemacht, von dem ich leider noch sehr sehr wenig Ahnung habe – unter anderem muss ich dafür mal anfangen, mich in Marx einzulesen und habe zu diesem Zweck jetzt schon vier oder fünf Bücher zuhause liegen und weitere fünf aus der Unibibliothek bestellt. Ganz viel Zeugs, das darauf wartet, durchgearbeitet zu werden. Und was macht la petite moi? Zu Ikea fahren, um ein Tischchen für den Fernseher zu kaufen; natürlich bleibt es nicht bei dem Tischchen, sondern es kommt noch ein ganzer Haufen Krimskrams dazu. Nach dem sehr ausgiebigen Ikea-Bummel mit integriertem Mittagessen noch in den benachbarten Schuhladen und Winterstiefel kaufen, bei Rewe den zwei großeinkaufenden Jungs vor mir an der Kasse die Sammelsticker für mein Patenkind abluchsen, schließlich dreimal vom Auto in die Wohnung im vierten Stock laufen, um alles tragen zu können. Dann natürlich das neue Möbelstück zusammenschrauben, an den vorgesehenen Platz stellen, die Regalfächer befüllen, und wenn ich schon mal dabei bin, könnte ich eigentlich auch das komplette Ordnungssystem überdenken und alle Regale umsortieren. Dabei findet man auch immer wieder Dinge, die längst in Vergessenheit geraten waren und deshalb dringend jetzt sofort Aufmerksamkeit fordern. (Fotoalben neigen ganz besonders dazu.) Und jetzt… ist es 20:15 Uhr und damit eigentlich die perfekte Zeit, mit der geliehenen DVD zu beginnen, die ich am Montag wieder zurückgeben muss. Adieu, liebe Studienliteratur, ich muss mich jetzt unterhalten lassen. Aber morgen – morgen lerne ich ganz bestimmt.

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Ein Kommentar zu “Prokrastination

  1. Marx hätte es dir nicht übel genommen, immerhin vertrat er mit seiner Idee von Kommunismus eine Gesellschaftsform, in dem man sich den verschiedensten Bereichen der Welt widmet, wie etwa morgens in der Politik zu sprechen, am Mittag zum Fischen und am Abend der Kunst zu widmen. Besteht nur das Problem des Konsum und des eigenen Besitzes, aber da drück er sicher gerade beide Augen zu 😉

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