Begegnungen

Ich schrieb bereits von dem verregneten französischen Konzert letzte Woche. Was ich nicht schrieb: Außer der Sängerin sprach uns noch eine ältere Dame, die wie wir zu dem sehr überschaubaren Publikum gehörte, an und fragte, ob sie vielleicht auch ein paar von den von uns gemachten Fotos haben könne. Allerdings habe sie keine Mailadresse, ob wir ihr vielleicht auch ein, zwei Bilder ausdrucken und per Post schicken könnten? Da es eine sehr nette Dame war, willigten wir ein, tauschten Adressen und entwickelten eine kleine Auswahl an Fotos für sie. Und nachdem ihre Adresse keine zehn Fahrradminuten von meinem Zuhause entfernt ist, fuhr ich gestern Nachmittag bei ihr vorbei und brachte ihr die Bilder. Daraus entwickelte sich ein äußerst nettes gemeinsames Teetrinken und daraus wiederum die feste Absicht, sich in Zukunft weiterhin ab und zu zu treffen. Und ich bin richtig positiv überrascht: In meinem bisherigen Leben gab es bisher keine einzige freundschaftliche oder sonstige Beziehung, die nur auf einem solchen spontanen Zusammenstoßen basiert.

Jetzt habe ich beschlossen: Ich will mehr Begegnungen machen. Auch mal Leute ansprechen, die nett aussehen. Denn eigentlich ist das Leben doch viel zu kurz, um Angst davor zu haben, sich lächerlich zu machen oder mal daneben zu langen. Und wie mir schon meine Kunstlehrerin in der fünften Klasse ins Poesiealbum schrieb: Alles wahre Leben ist Begegnung.

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