Märchenfrühling

Nach einer wunderschönen warmen und leider viel zu kurzen Frühlingswoche Anfang März war es heute das erste Mal wieder so draußen, dass ich das Gefühl hatte, der Winter geht jetzt vorbei. Auf einmal ist alles so leicht und so fröhlich; ich hatte meinen freien Tag und bin trotzdem früh aufgestanden, weil die Sonne so schön in mein Schlafzimmer schien. Im Bad habe ich mir zwei Zöpfe geflochten – der Frühling ist eine mädchenhafte Zeit, finde ich. Dazu meinen knallroten dünnen Mantel, der endlich den Tweedmantel in sanftrosa ablöst und somit auch farblich signalisiert: Jetzt wird’s bunt! Mit Zöpfen und Mantel muss ich ausgesehen haben wie Rotkäppchen, aber das störte mich nicht weiter. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, die Luft zu genießen, die bei fünf oder sechs Grad mehr auf einmal ganz anders riecht. Zurück zu Hause habe ich hochtrabende Pläne für künftige Frühlingsmode gemacht und im Internet Stoffe bestellt; hoffen wir, dass meine Selbstdisziplin ausreicht, die dann auch wirklich zu hübschen Kleidern zu verarbeiten und nicht in der überquellenden Stoffkiste alt werden zu lassen. Hach, ich mag die Zeit, in der man wie aus einem Winterschlaf erwacht, in der auf einmal alles hell und freundlich erscheint, in der die Menschen wieder das Lächeln und die Blumen das Blühen anfangen. Frühling, bleib nur da!

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