Ich weiche nicht

Heute auf dem Weg von der Arbeit nach Hause hatte ich ein denkwürdiges Erlebnis – auch wenn es nur wenige Sekunden dauerte. Ich lief auf dem Bürgersteig entlang, als mir ein Mann entgegenkam, der genau wie ich auf der linken Seite des Gehwegs unterwegs war. Ansonsten war es menschenleer. Ich blieb genau auf meinem Kurs, ihm frontal entgegen. Normalerweise bin ich in solchen Situationen diejenige, die zuerst ausweicht – aber heute hatte ich einfach keine Lust dazu. Er rechnete aber scheinbar mit meinem Ausweichen und kam so dicht auf mich zu, dass wir beinahe zusammengeprallt wären. Nach einem kurzen Innehalten in der Bewegung und einem ausweichenden Schritt von jedem von uns rief er mir hinterher „Geh doch woanders!“. Das brachte mich zum Nachdenken. Sehe ich so aus wie eine, die immer und überall ausweicht? Wie jemand, der sich gerne unauffällig macht? Tatsächlich tue ich beides – ausweichen und mich unauffällig machen – vermutlich viel zu oft. Aber heute habe ich beschlossen, das zu ändern. Das wird nicht leicht und es wird sehr viele Rückfälle in alte Verhaltensmuster geben. Trotzdem beschließe ich heute: Ich weiche nicht. Nicht mehr.

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